Kunstkabinett

Reisender Kunstschrank mit Ausstellung, Seminar und Workshop:
Der rundum verglaste Vitrinenschrank versammelte Kästchenobjekte von namhaften Künstlern wie Joseph Beuys, (zeitweise auch von S.Polke und D.Roth) Imi Knoebel, Thom Barth, Olaf Nicolai und von weniger bekannten KünstlerInnen, sowie von Amateuren und Kindern. In Zusammenarbeit mit Veranstaltern vor Ort reiste das Kunstkabinett durch Behinderteneinrichtungen, Drogentherapiestätten und Gefängnisse. Dort sollte die Ausstellung “etwas bewegen”: in Workshops und Seminaren konnten die Exponate betrachtet, in die Hand genommen und geöffnet werden. Die Teilnehmer wurden im Gespräch angeregt, sich ebenfalls “zu öffnen”; im Workshop angeleitet, selbst Kästchen zu bauen, um mit den Gegensätzen von Verschlossen und Offen, Innen und Aussen, Geheimnis und Botschaft künstlerisch zu improvisieren.

        
        
   

    

Kästchen bauen

Projekt mit einer Klasse von mehrfach behinderten Kindern der
Camphill Schulgemeinschaft Föhrenbühl:
Einfacher geht es für kleine und große Baumeister kaum: Mit Holzleisten und zugeschnittenen Sperrholzbrettchen aus dem Baumarkt, Leim und einer Säge kann gebaut, danach bemalt werden. Näheres zur “brick-lay” Technik, der Vorgehensweise und den Projektteilnehmern gibts auf Nachfrage gerne ...

        
        
   

    

Let it roll

Die Linie, die ohne Hilfe auf dem Papier nicht gelingen will, kommt ins Rollen als dreidimensionale Bewegung mit Hilfe eines einfachen Designs, das komplexe pädagogische und therapeutische Aspekte realisiert. Die Liegende Acht und die abgebildete Farb-Acht wurden im designtherapeutischen Kontext entwickelt.

        
   

    

 Sich selbst besitzen

 Stuhlbauprojekt mit Drogenabhängigen:
Brückenbau von der Fantasie zur Realität, ein Weg vom Zeichnen, Entwerfen und Modellieren zur Wirklichkeit des Bauens, das buchstäblich auf den Boden und zu Tatsachen führt.

Solche Stühle haben Klienten entworfen und ohne handwerkliche Vorkenntnisse aus Birke Multiplex-Platten gebaut. Die einzelnen Plattenlagen wurden aus den Zeichnungen ermittelt, mit einer Stichsäge ausgesägt und verleimt, danach die überstehenden “Treppen” mit Raspeln (oder alternativ mit dem Winkelschleifer) gerundet .

 

        
   

    

Kreisen/Circling

Zeichnerische Übungen mit Bezügen zu “coherence building” und- “circle of influence” nach Stephen R. Covey.
Vom anthropologischen Aspekt einer ganzheitlich, interdisziplinären Betrachtungsweise kann auffallen, dass der Begriff Kohärenz (coherence) innerhalb verschiedener Disziplinen an Bedeutung gewinnt: In der Salutogenese-Forschung indiziert der Grad an SOC (sense of coherence) Gesundsein und Gesundbleiben. Die Notwendigkeit von coherence wird in der Beratungsliteratur (Covey) für eine gesunde, effektive Unternehmensführung genannt, in der kunstwissenschaftlichen Literatur als Element der Kunst. Die Herzforschung spricht von coherence building für die physiologische und emotionale Gesundheit. Die inhaltliche Bestimmung der verschiedenen Kohärenz-Begriffe weist auf die salutogene und therapeutische Bedeutung der Kunst und künstlerischer Techniken für die physische wie psychische Gesundheit des Einzelnen, für soziale Gruppen, Organisationen und Unternehmen. Schon jetzt werden seitens der amerikanischen Herzforschung bildlich-imaginative, Kohärenz-bildende Techniken – eigentlich Strukturprinzipien der Kunst – therapeutisch wie präventiv (zur Stressbewältigung im Beruf) angewendet.