Zitate

In einer sozialpsychologischen Untersuchung, die Mihaly Csikzentmihaly und Eugene Rochberg-Halton durchführten, wurden Versuchspersonen nach Gegenständen im Wohnbereich mit besonderer Bedeutung befragt. Die Ergebnisse betonen die persönlichkeitsrepräsentierende und die persönlichkeitsbildende Wirkung der »besonderen« Gegenstände unseres Wohnumfeldes:

    »Die Dinge im Wohnbereich repräsentieren, zumindest potentiell, das Innenleben ihres Eigentümers.[...] Die Objekte der häuslichen Domäne bilden also ein ökologisches Zeichensystem, welches die Persönlichkeit ihres Besitzers sowohl abbildet wie formt

     

 Möbel wurden von den Befragten prozentual (36%) an erster Stelle als besonders bedeutsam eingestuft: vor (Kunst-)Bildern (26%), Fotografien (23%), Büchern (22%), Stereoanlagen, etc. Möbel vermögen offenbar vielerlei Bedeutungen, immaterielle psychische Werte zu verkörpern. Wie bedeutend vertraute, besondere Gegenstände sein können, verdeutlichen die Autoren am Beispiel der Frage, ob den Menschen, die in ein Altersheim umziehen, eigene, mitgebrachte Möbel zugestanden werden sollten:

»Weil [...] der ältere Mensch sein Selbst vor allem im Bereich von Netzen vergangener und gegenwärtiger Beziehungen strukturiert und diese häufig in konkreten Objekten verkörpert sind, kann der Entzug solcher Objekte zur Zerstörung der Persönlichkeit führen. Ein neuere Untersuchung bei institutionell betreuten Senioren scheint diese These zu untermauern (SHERMANN & NEWMANN 1977-8). Die Wichtigkeit von Objekten für die normale Entwicklung von Kleinkindern ist in den letzten beiden Jahrzehnten erkannt worden.«

Die persönlichkeitsformenden Werte von Einrichtungsgegenständen bilden ein weites Spektrum, das von der projektiven Verkörperung persönlicher Erinnerungen, von psychologischen, soziologischen, kulturellen und ästhetischen Aspekten, bis zu haptischen, materiellen und funktionalen Eigenschaften reicht. Die Vielschichtigkeit der bewußten und vorwiegend unbewußten Bedeutungswerte von Möbeln und vor allem ihre Langzeitwirkungen auf das menschliche Selbst sind wenig erforscht und noch weniger im allgemeinen Bewußtsein präsent. Wir haben es mit einer höchst wirksamen, aber »verborgenen Dimension« unseres Lebens zu tun. Aus Proxemik-Forschungen, wie sie in dem Buch »The Hidden Dimension« von Edward T. Hall beschrieben wurden, tritt die kulturelle Dimension des menschlichen Raumerlebens in Bezug auf die Gebäude- und Stadt-Architektur deutlich hervor. Ein kleines Kapitel über »Semifixed-feature Space« berichtet über ein Experiment mit Möbelarrangements in einem Hospital. Darin stellte man je nach Arrangement »messbare« Wirkungen auf das kommunikative Verhalten und das psychische Befinden der Patienten fest. Der an den Forschungen beteiligte Psychologe Robert Sommer schrieb daraufhin – den Architekten gewissermaßen ins Stammbuch – einen Aufsatz im Canadian Architect (1961) mit dem Titel: Design for Friendship. 

 

 

Früher als Wissenschaftler haben Dichter die vielschichtigen Wirkungen des Mobiliars wahrgenommen und formuliert. Christian Morgenstern betont:

    »Ich schreibe der Gegenwart schön gebildeter Gegenstände einen großen Einfluß auf den Menschen zu. So sollten wir die Möbel unserer Kinderzimmer mit außerordentlicher Sorgfalt auswählen. Irgend ein schöner, schlichter, ehrlicher Schrank, auf den der Blick unsres Kindes von seinem Lager aus fällt, ja kunstvolle Modelle bedeutender Bauwerke, z.B. eine kleine Nachbildung der Peterskuppel, eines griechischen Tempels, einer modernen Eisenbrücke würden ihm zweifellos eine Ahnung von großem Stil geben, die es sein ganzes Leben hindurch nachspüren und weiterentwickeln würde.«

Neben den ästhetischen betont Morgenstern geistig-moralische Qualitäten der Möbel, die wiederum »zweifellos« langanhaltende entsprechende Wirkungen ausüben. Was er im Folgenden über die Raumproportionen sagt, gilt auch für die Proportionen und den »Charakter« von Möbeln:

    »Es ist das Unglück, daß Würde und Feinheit von Gedanken oft von den Raumverhältnissen eines Zimmers, einer beglückenden Fensteraussicht, einem gewissen Maß von Licht und Farbe abhängig sind, so daß einer, der sein Leben lang in einer Art von länglichen Schachteln gehaust hat und eines Tages ein edel proportioniertes Gemach betritt, sich zu glauben geneigt findet, wieviel er vielleicht allein durch den Charakter seiner Wohnräume geistig verloren haben könnte.«

     

Auch Dostojewskij bemerkt auf der ersten Seite seines Romans Die Erniedrigten und Beleidigten:

    »Ich habe die Beobachtung gemacht, daß ein enger Raum selbst die Gedanken einengt.«

Dass die Art der Gedankenbildung vom Charakter der Wohnräume abhängig sein könne, war auch für Goethe keine Frage. So überlieferte Eckermann eine diesbezügliche Feststellung vom 25. März 1831:

    »Sie sehen in meinem Zimmer kein Sofa; ich sitze immer in meinem alten hölzernen Stuhl und habe erst seit einigen Wochen eine Art von Lehne für den Kopf anfügen lassen. Eine Umgebung von bequemen geschmackvollen Möbeln hebt mein Denken auf und versetzt mich in einen behaglichen passiven Zustand. Ausgenommen, daß man von Jugend auf daran gewöhnt sei, sind prächtige Zimmer und elegantes Hausgeräte etwas für Leute, die keine Gedanken haben und haben mögen.«  

Mit »prächtig« und »elegant« verbindet Goethe den maßlosen, gepolsterten Luxus von »Fürsten und Reichen«. Denn am 23. März 1829 äußerte Goethe schon einmal Ähnliches, wie ebenfalls Eckermann überlieferte:»Prächtige Gebäude und Zimmer sind für Fürsten und Reiche.« Ob fürstliche Pracht, Materialreichtum und höfische Eleganz oder »Ehrlichkeit und Schlichtheit« – sie verkörpern sich als soziale, emotionale und geistige Botschaften in den Form- und Farbelementen von Einrichtungsgegenständen . Deshalb vermitteln Möbel spezifische qualitative Wirkungen – »sinnlich-sittliche Wirkungen«– wie Goethe sagen würde. Im eigentlich psychologischen Kapitel von Goethes Farbenlehre über die »Sinnlich-sittliche Wirkung der Farbe« wird von einem »geistreichen Franzosen« Folgendes erzählt:

    »Il prétendoit que son ton de conversation avec Madame étoit changé depuis qu'elle avoit changé en cramoisi le meuble de son cabinet qui étoit bleu.«

Hier hebt Goethe das Farbelement in seiner Wirkung hervor. Mit diesem Aspekt des Interieurs haben sich Psychologie und Kunsttherapie näher befasst, kaum dagegen mit den Wirkungen von Möbelformen.


In der Erzählung Tristan von Thomas Mann, antwortet der Dichter Spinell auf die Frage, warum er sich im Sanatorium aufhalte:

    »Des Stiles wegen.« Er erklärt, dass das Sanatorium, ein ehemaliges Schloß, vom Stil her »ganz empire« sei und eben deshalb eine therapeutische Wirkung auf ihn ausübe. »Es gibt Zeiten, in denen ich das empire einfach nicht entbehren kann, in denen es mir, um einen bescheidenen Grad des Wohlbefindens zu erreichen, unbedingt nötig ist. Es ist klar, daß man sich anders befindet zwischen Möbeln weich und bequem bis zur Laszivität, und anders zwischen diesen geradlinigen Tischen, Sesseln und Draperien.... Diese Helligkeit und Härte, diese kalte, herbe Einfachheit und reservierte Strenge verleiht mir Haltung und Würde, gnädige Frau, sie hat auf die Dauer eine innere Reinigung und Restaurierung zur Folge, sie hebt mich sittlich, ohne Frage...« 

Hier wird auf die – wie bei Goethe »fraglosen« – sinnlich-sittlichen, d.h. psychosomatischen Wirkungen eines Möbelstils gewiesen, ja sogar auf deren therapeutische Dimension in Form einer inneren Reinigung und Restaurierung.

Die ästhetischen Qualitäten eines Interieurs verkörpern eine Stil-Formung (d.h. auch kulturgeschichtliche Sinn-Gebung), die wiederum unbewußt auf den Bewohner zurückwirkt oder bewußt vom ästhetischen Selbst des Wahrnehmenden erlebt werden kann. Nach »The Principles of Psychology« des William James konstituiert sich das menschliche Selbst aus drei Bestandteilen (The constituents of the self): Dem materiellen, dem sozialen und dem spirituellen Selbst. Auf Grundlage dieser Einteilung wurden psychologische Befragungen durchgeführt, welche die Aufmerksamkeit auf die verschiedenen Bestandteile des sogenannten materiellen Selbst richteten. Studenten wurden dazu aufgefordert, Dinge aufzuzählen, von denen sie glaubten, dass sie Teile ihres eigenen Selbst seien. Deren Aufzählung nennt an erster Stelle den Körper und Körperteile und weitet sich aus zu Gegenständen der Umgebung, wobei eben auch Möbel als zugehörig zum eigenen Selbst genannt wurden. Dem normalerweise enger gefassten westlichen Selbstverständnis mag das zunächst befremdlich erscheinen.

Die schwarzafrikanischen Kultur bietet ein weit erstaunlicheres Beispiel für eine äußerst enge Identitätsbindung von Selbst und Möbel in der besonderen Beziehung der Aschanti zu ihren Hockern. Schon im frühen Kindesalter erhalten sie als erstes Geschenk des Vaters einen eigenen Hocker, der sie bis an das Ende ihres Lebens begleitet:

    »Die Mädchen nehmen während der Pubertätsriten Platz auf ihrem Hocker. Ein Bräutigam überreicht seiner Auserwählten einen Hocker, um sie enger an sich zu binden. Ein Toter wird vor der Aufbahrung auf seinem Hocker gewaschen, und man glaubt, daß die Seele in ihn einzieht. Wenn jemand von seinem Hocker aufsteht, kippt er ihn um, damit keine andere Seele oder Geist ihn besetzen kann. [...] Wenn ein Herrscher stirbt, sagen die Aschanti: der Hocker ist gefallen.« 

Zum Selbst-Verständnis westlicher Magnaten passt kein Hocker, sie thronen als Vorstands-Vorsitzende auf den Chefsesseln ihrer Regierungs-Sitze. Stil (Markenzeichen) und Größe der »Kutsche«, in der man vorfährt, wirken nach wie vor selbstverständlich auf das Selbstbewußtsein bzw. das Sich-groß-Fühlen der Insassen, sowie auf die Bedeutung, die ihnen von außen beigemessen wird. Bei vorhandener Selbst-Identifikation mit dem großen, prachtvoll möblierten Raum bzw. den geistigen Gestaltungsimpulsen großdimensionierter Architektur erlebt man sich selbst machtvoller, großartiger. Diese Phänomene kehren sich jedoch bei Nicht-Identifikation leicht um: man kann sich in extrem großen Gebäuden als klein und unbedeutend erleben. Denken wir an die einschüchternde »Brutalität« sogenannter Herrschaftsarchitektur. Selbstbewußtsein, Selbstgefühl und sogar die körperliche Selbstwahrnehmung sind architektonisch manipulierbar – oder künstlerisch gestaltbar. Der Psychologe Seymore Fisher berichtet von psychosomatischen Expansions- und Kontraktionsphänomenen abhängig von Architektur: In einem Experiment schätzten und erlebten Versuchspersonen ihre Körpergröße deutlich ausgedehnt, nachdem sie sich einige Zeit in miniaturisierten Räumen, samt miniaturisierten Möbeln aufgehalten hatten. In dem Kapitel »Lilliputians and giants: expanding and contracting body« seines Buches »Body Consciousness« betont Fisher, dass er die zu schildernden Dehnungs- bzw. Schrumpfungsphänomene nicht für bloße Metaphorik hält. Er betrachtet sie als psychische Realitäten, die teilweise sogar physiologisch-körperliche Begleiterscheinungen aufweisen. Er empfiehlt auf unsere Körperempfinden achten, während wir von anderen kritisiert, »herabgesetzt«, »heruntergeputzt« werden, um zu entdecken, dass wir uns auch buchstäblich in der Körpergröße reduziert fühlen. Dies bestätige ein Experiment, in dem man Studenten ihre Körpergröße visuell schätzen ließ – vor und nach einer Leistungsprüfung. Einem Teil der Studenten sagte man, dass ihre Prüfungsergebnisse schlecht , dem anderen Teil, dass sie gut ausgefallen seien. Die Gruppe, die im Glauben war, schlecht abgeschnitten zu haben, schätzte ihre Körpergröße hernach kleiner. Fishers Erfahrungen deuten darauf, dass ganz allgemein Menschen mit Depressionen oder Minderwertigkeitsgefühlen sich tendenziell als klein bezeichnen. Verfolgt man die Richtung des psychotischen oder halluzinatorischen Selbsterlebens, so kehren sich die Beeinflussungen wieder ins Gegenteil: Schizophrene, Größenwahnsinnige und von LSD »Verrückte« können sich selbst bzw. ihre Körpergröße, sowie die sie umgebenden Räume und Gegenstände in riesige Dimensionen rücken, »verändern«. Selbst-Bewußtsein und Selbst-Erfahrung hängen mit Gegenstands-Bewußtsein und Raum-Erleben projektiv-reflektiv zusammen. Allerdings scheint das normale Tagesbewußtsein den intimen Bindungen an die Gegenstandswelt entfremdet. Es mangelt an Bewußtsein vom wirklichen, d.h. wirksamen Wert der uns umgebenden Dinge, ebenso an Verantwortungsbewußtsein gegenüber den Dingen. In derselben Sprache, in der wir Dinge herstellen, d.h. aussprechen, – antworten sie uns auch.

In den Lebenserinnerungen der russischen Malerin Margarita Woloschin findet sich eine Äußerung, die von der eindrücklichen Bedeutung jener bildsamen Ding-Sprache zeugt:

    »Ich denke, daß alle diese Eindrücke von den Gegenständen, den geschnitzten Florentinischen Truhen und Stühlen mit Tier-Pflanzen und Menschen-Tier-Formen, die das Kind betastete, den Mustern der Teppiche, die sein Auge immer wieder verfolgte, tiefer an seiner Seele gebildet haben als die Worte, die an das Kind gerichtet wurden.«

Hugo Kückelhaus sprach von den negativ wirksamen Seiten der Dingwelt, von »unmenschlichen, »falschen«, instabilen, entfremdeten und entfremdenden modernen Möbelformen, die insbesondere auf das psychische Gleichgewicht von Kindern permanent destabilisierende Wirkungen ausüben. Erhart Kästner bemerkte sensibel das Verstummen und »Erstarren der Dinge« in unserem Jahrhundert, – dass es vorbei sei mit ihrem einstigen Spenden von »Trost und herzlicher Lebensfreude mit Flüsterstimmen und Farben«.

Viktor Sklovskij in seiner Auferweckung des Wortes (1914):

    »Wir gleichen einem Geiger, der den Bogen und die Saiten nicht mehr fühlt, im alltäglichen Leben sind wir nicht mehr Künstler, wir lieben unsere Häuser und Kleider nicht mehr und trennen uns leicht von einem Leben, das wir nicht mehr empfinden. Nur das Schaffen neuer Formen in der Kunst kann dem Menschen das Erleben der Welt zurückgewinnen, die Dinge auferwecken und den Pessimismus töten.«

Könnte man diese Sätze nicht ebenso gut als kunsttherapeutisches, wie als künstlerisches Programm auffassen Zwei Jahre später in Sklovskijs Programmschrift Kunst als Verfahren heißt es von der modernen Ding-Entfremdung:

    »So kommt das Leben abhanden und verwandelt sich in nichts. Die Automatisierung frißt die Dinge, die Kleidung, die Möbel, die Frau und den Schrecken des Kriegs.« Und »um das Empfinden des Lebens wiederherzustellen, um die Dinge zu fühlen, [...] existiert das, was man Kunst nennt.«


Die folgende Äußerung Rudolf Steiners stammt ebenfalls aus dem Jahre 1914 und stellt eine radikale Behauptungen in Bezug auf die Stärke von unbewußten Gegenstandswirkungen dar:

    »Wahre Heilung vom Bösen zum Guten wird in der Zukunft für die Menschenseelen darin liegen, daß die wahre Kunst jenes geistige Fluidum in die menschlichen Seelen und in die menschlichen Herzen senden wird, so daß diese Menschenseelen und -herzen – wenn sie das Fluidum auf sich wirken lassen von dem, was geworden ist in architektonischer Skulptur und anderen Formen – dann, wenn sie lügnerisch veranlagt sind, aufhören zu lügen; daß, wenn sie friedensstörerisch veranlagt sind, aufhören, den Frieden ihrer Mitmenschen zu stören.«

Heilung durch Kunst (architektonische Skulptur), bis in die Sphäre des moralischen Verhaltens, im Sinne Steiners heißt das auch durch ein entsprechendes Design von “Tisch und Stuhl”:

    »Wer den Zusammenhang der geistigen Tatsachen erkennen und zu beurteilen vermag, der weiß ganz gut, daß Sitten, Gewohnheiten, Seelenneigungen, gewisse Beziehungen des Guten und des Bösen eines Zeitalters davon abhängen, wie die Dinge beschaffen sind, an denen wir vom Morgen bis zum Abend vorbeigehen, unter denen wir vom morgen bis zum Abend sind. Was die Menschen der heutigen Zeit vom Morgen bis zum Abend zumeist umgibt, das ist – verzeihen sie den harten Ausdruck – oftmals haarsträubend. Um nichts kümmert sich der Mensch heute oft weniger als um das, was den Tag über in seiner Umgebung ist! Hat er sein Urteil, sein Auge, seinen Geschmack dabei, wie man seinen Tisch, seinen Stuhl gestaltet?«

     

Der Mangel an Kunst, an harmonischer Gestaltung, an künstlerischer Strukturierung unserer gebauten und dinglichen Umgebung scheint tatsächlich zu “moralischen” Mangelerscheinungen zu führen, wie die, »von einem gestaltpsychologischen Ansatz her unternommene Untersuchung von Kevin Lynch über das Bild der Stadt auf eindrucksvolle Weise empirisch belegt. Die als Reaktion auf derartige Umweltfaktoren vielfach diagnostizierbare übermäßige Resignations- oder Agressionsbereitschaft ist Ausdruck einer Störung der individuellen Bewußtseins- und Charakterbildung und somit ein neurotischer Befund. 

Die ZITATE  mögen vermitteln, dass dem Begriff Designtherapie vielfältige Erfahrungswerte zu Grunde liegen, an die designtherapeutische Forschungen anschließen. Die Vergangenheit wurde  aufmerksam auf die Wirkungen, die durch Design-Rezeption erlebt werden können. Die gegenwärtige und zukünftige kunsttherapeutische Forschung wird sich mit rezeptiven und verstärkt mit gestalterisch produktiven, prozessual wirksamen Aspekten des Design befassen. Lapidar gefragt:

WIEso ist es aufbauend, etWAS aufzubauen?